Putins Treffen mit Biden: die kognitive Dissonanz

Putins Treffen mit Biden verhieß eindeutig nichts Gutes. Keiner der Analysten und Experten erwartete davon irgendwelche Durchbrüche oder beruhigende Signale. Das Einzige, was noch schlimmer wäre, wäre das Ausbleiben eines solchen Treffens. Wenn sich die Führer zweier verfeindeter Weltmächte doch von Angesicht zu Angesicht treffen, bedeutet das, dass es zumindest keinen Krieg gibt. Natürlich könnte ein echter Krieg jeden Moment ausbrechen: Als Biden und seine liberal-extremistische Agenda des Great Reset Trump die Präsidentschaft entrissen, stieg dieses Risiko dramatisch an.

Liberalismus 2.0: Der Nationalbolschewismus als Konzept aus dem Sieg des Liberalismus

Aus philosophischer Sicht entstand der Nationalbolschewismus als Folge des Paradigmenwechsels, der mit der Geburt der Postmoderne eintrat. Postmoderne Autoren, die fast alle aus extrem linken Kreisen stammen, standen dem Kommunismus sowjetischer Prägung und teilweise auch dem chinesischen Kommunismus sehr kritisch gegenüber, so dass sie sich entschlossen, sich strategisch und ideologisch mit Linksliberalen zu verbünden (und damit zunehmend "antifaschistisch" und auch Gegner des Nationalbolschewismus zu werden).

Das Rasiermesser von W. Occam ist ein Instrument der ontologischen Kastration

Occam selbst erkennt zwar noch Gott als Schöpfer dieser materiellen Vielheit an, aber seine Rolle unterscheidet sich nicht wesentlich vom Big Bang der modernen Physik. Ein solcher "Gott" ist nur die Ursache der materiellen Existenz. Und der Logik des "keine doppelten Essenzen" folgend, wird ein solcher "Gott" nach und nach aus der modernen westeuropäischen Wissenschaft verschwinden. Gott verschwindet gerade deshalb, weil "es keine Notwendigkeit gibt, Essenzen zu verdoppeln", werden die Materialisten die Idee von Occam bis zum logischen Ende entwickeln. Die materielle Vielheit selbst ist genug. Und alles andere ist nur ein reines Spiel des Intellekts, der verzweifelt versucht, mit der Menge, die ihn umgibt, zu handeln.

Liberalismus 1.0 und die Vierte Politische Theorie: Verbündete im Kampf gegen den Great Reset

Die positiven Punkte, die man vom Liberalismus erhalten und erlernen kann, sind neben der Idee der Freiheit vor Allem auch die Idee der Dezentralisierung. Julius Evola be-schrieb gut, dass traditionelle Gesellschaften keine Zentralstaaten waren, wo eine Re-gierung alles fürs Reich regelte, sondern Fürstentümer und Provinzen einen hohen Grad an Autonomie inne hatten. Auch Liberale sind  große Unterstützer der Idee der Dezentra-lisierung.

Die Ereignisse in Palästina

Die Ereignisse in Palästina stehen im Mittelpunkt des weltweiten Medieninteresses.

Die Eskalation des Konflikts zwischen den Israelis und den Palästinensern hat in den letzten Tagen eine noch nie dagewesene Hitze erreicht.

Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass nicht nur die Israelis die Palästinenser massakrieren, sondern auch die von der Hamas abgefeuerten Raketen ihre Ziele erreichen. Auch Israelis verlieren ihr Leben.

Das Wiederaufflammen des arabisch-israelischen Konflikts lässt eine ganze Reihe von apokalyptischen Plots wieder aufleben. Alle drei monotheistischen Weltreligionen - Judentum, Christentum und Islam - sind sich einig, dass das Ende der Welt mit einem großen Krieg im Heiligen Land beginnen wird. Das Ende ist also näher denn je.

Liberalismus 2.0

Im gegenwärtigen historischen Moment können wir klar ein sehr wichtiges Phänomen erkennen: eine neue Wende in der liberalen Ideologie. Wie jede andere politische Ideologie verändert sich auch der Liberalismus ständig, aber in einem bestimmten Moment können wir wirklich paradigmatische Verschiebungen feststellen, die uns das Recht dazu geben, zu sagen: Hier endet etwas und etwas Neues beginnt. Das ist der nächste Moment. Er geht oft mit dem Sturz eines bestimmten politischen Regimes einher oder jenem des Gleichgewichtes der Kräfte nach einem ernsthaften Konflikt – im Sinne eines Weltkrieges und so weiter. Aber manchmal geht er unbemerkt auf einer latent unterschwelligen Ebene vorüber. Freilich können wir immer zwischen verschiedenen Symptomen der verursachten Veränderungen unterscheiden, aber ihre Tiefe und die Frage, ob sie den Punkt erreicht haben, an dem es kein Zurück mehr gibt, bleiben weiterhin ungeklärt.

Great Reset: Der Transhumanismus in der Offensive

Das Symbol des Transhumanismus ist ein Kreis mit dem Buchstaben «H» vom Wort human, menschlich, und dem Pluszeichen. «H+». Die Anhänger dieses Trends nehmen begeistert alle Elemente der modernen Technologie an, und die Idee des Fortschritts führen sie zu ihrem logischen Schluss.

Die Verbesserung der Technologie versetzt, nach ihrer Auffassung, die Menschheit in die Lage, künstlich perfektere Wesen zu schaffen, als wir es sind. Dies erreicht man durch die Verbesserung aller menschlichen Körperteile, ihrem Austausch durch künstliche Teile, die sich vom Original nicht mehr unterscheiden. Dies schließt die Technik der Simulation des Bewusstseins oder der Aufzeichnung des Bewusstseins auf speziellen Datenträgern ein – das sogenannte Mindmapping. Die neuesten Entdeckungen im Bereich der Genom-Struktur ermöglichen eine Korrektur des Organismus – eine Verbesserung der Qualität, selbst auf grundlegendem Niveau.

MANIFEST DES GREAT AWAKENING. GEGEN DEN GREAT RESET.

Das Great Awakening ist die spontane Antwort der menschlichen Massen auf den Great Reset. Natürlich kann man skeptisch sein. Die liberalen Eliten kontrollieren gerade in unserer Gegenwart alle wichtigen zivilisatorischen Prozesse. Sie kontrollieren die Weltfinanzen und können mit ihnen alles tun, von der unbegrenzten Vergabe von Geld bis hin zu jedweder Manipulation der finanziellen Instrumente und Strukturen. In ihren Händen befindet sich die gesamte US-Militärmaschinerie und die Verwaltung der NATO-Verbündeten. Biden verspricht Washingtons Einfluss in dieser Struktur zu verstärken, die in den vergangenen Jahren fast zerfallen ist.

Fast alle High Tech-Giganten sind den Liberalen untergeordnet – Computer, iPhones, Server, Telefone und soziale Netzwerke werden von ein paar wenigen Monopolisten streng kontrolliert, die alle Mitglieder des Globalistenklubs sind. Das bedeutet, das Big Data und damit die gesamte Sammlung von Information über buchstäblich die gesamte Weltbevölkerung einen Besitzer und Meister hat.

Biden betrachtet Russland als Hauptfeind der Glabalisierung

Biden ist kein konservativer Politiker. Er ist nicht wie Obama und er ist in seinen Positionen bestimmt Anti-Trump und er betrachtet Russland als den Hauptfeind Amerikas und den Hauptfeind der Globalisierung. Das ist aber nicht die Schuld oder der Fehler von Russland, sondern eine Art von politischem Gesetz, weil die Vereinigten Staaten unter Biden vom Präsidenten und den ihn umgebenden Kreisen als die Haupttriebkraft der Globalisierung betrachtet werden und sich Russland dem widersetzt. Trump hat sich zuerst auf die Größe Amerikas und die nationalen Interessen konzentriert und ihm war es egal, dass Russland seinen eigenen Weg geht. Trump hat daher keinen Druck auf Putin oder Russland ausgeübt, sofern die russischen Interessen nicht mit den amerikanischen im Widerspruch standen.
Aber Biden verfolgt eine andere Strategie, er hat eine andere Vorstellung vom Gleichgewicht der Mächte in der Welt. Trump war kein Bewunderer klassischer geopolitischer Konzepte, er war ein Gegner der Globalisierung und ein Anti-Globalist. Und Biden ist das genaue Gegenteil davon: Biden ist ein Anhänger des klassischen geopolitischen Konzepts Seemacht gegen Landmacht - in diesem Konzept wird Russland eindeutig als Landmacht definiert -, Biden ist ein Globalist, der die russische Souveränität, die russische Unabhängigkeit und bestimmte besondere russische Werte, russische Identität und Kultur als Gefahr für die Globalisierung und die Schaffung einer Weltregierung betrachtet. In den Augen Bidens ist deshalb Russland der wahre Feind der Zivilisation, der Feind der Vereinigten Staaten, weil für ihn nicht die Vereinigten Staaten so wichtig sind, sondern vielmehr die globalistische Agenda. Ein Schlagwort seines Wahlkampfes lautete „build back better“ („besser zurückbauen“, Anm.). Was bedeutet „besser“, was bedeutet „zurück“? Wie andere Globalisten meinte Biden damit die Rückkehr zur Strategie der Globalisierung, die in den Zeiten Trumps fast aufgegeben worden war.

 

»Nach dem Tod Gottes folgt logischerweise der Tod des Menschen!«

Die objektorientierte Ontologie ist eine Art Vorahnung oder Vorhersehung der Ankunft des philosophischen Teufels. Daher befindet sich der philosophische Teufel auf der anderen Seite der Objekte und er taucht Stück für Stück auf der Universität, innerhalb der Gender-Studien auf und das ist dann der nächste Schritt, nachdem die analytische Philosophie den Weg für eine nicht-menschliche Art des Denkens bereitet hat. Die künstliche Intelligenz kann ohne Menschen existieren und ohne Leben auf der Erde. Im Falle der objektorientierten Ontologie haben wir es also mit einer echten Wahrheit und nicht mit einer Lüge zu tun. Zum ersten Mal hat die Moderne die Wahrheit über sich gesagt. Was davor bestand, war eine Lüge der Moderne. Die Moderne hat jeden angelogen: »Oh, wir sind für den Menschen, für das Leben, wir versuchen, die Menschen und die Natur von einem transzendenten faschistischen Gott zu befreien.« Das war eine Lüge, die nicht zugunsten des Menschen erfolgte, sondern gegen den Menschen und Gott gerichtet war.

 

»Eine Negation der menschlichen Natur!«

Ich denke, dass es sich dabei nicht um eine neue Strategie, sondern nur um einen neuen Begriff der Globalisten handelt. In der Geschichte der Globalisierung stellt der Begriff »Reset« (Neustart) ein sehr interessantes Konzept dar. Der Inhalt ist derselbe wie bei der Neuen Weltordnung, der Globalisierung, der One World, dem Ende der Geschichte und der Propagierung ultraliberaler Werte. Der Inhalt des »Great Reset« unterscheidet sich nicht zu stark vom Inhalt der Globalisierung, aber wir müssen verstehen, dass die Globalisierung nicht nur ein technischer, geopolitischer oder politischer, sondern auch ein ideologischer Prozess ist, der verschiedene Ebenen miteinander vereint. Zum Beispiel bedeutet sie auch, dass jedes Land, jede Gesellschaft in einen Teil des Westens verwandelt wird, das ist sehr wichtig. Die Verwestlichung stellte einen wichtigen Teil der Globalisierung dar, denn sie stellt die Projektion der westlichen Werte und der westlichen Gesellschaft auf die ganze Menschheit dar. In der Globalisierung wird also der Westen zum Vorbild erhoben. Die zweite Ebene der Globalisierung besteht in einer Projektion der Modernisierung gemeinsam mit der Verwestlichung, das bedeutet, sie ist eine immerzu aktualisierte Fassung der westlichen Werte, nicht derselben westlichen Werte von gestern. Sie stellt den laufenden Prozess einer besonderen Verwandlung dar, den Wandel der westlichen Werte und ihres Paradigmas. Hier kommen wir zu einem wichtigen Punkt: Es handelt sich dabei um einen doppelten Prozess, der einerseits den Westen aktualisiert und andererseits die aktualisierte Version projiziert. 

Interview mit Christian Bouchet über Alexander Dugin

Der rechte „Nationalbolschewismus“ beruht auf einer Logik: Das Leben einer Nation, eines Staates und eines Volkes ist ein organischer Prozess, der immer sein Zentrum behält. In allen dynamischen Transformationen – einschließlich Krisen, Revolutionen und Aufständen – gibt es eine Dialektik des „Geistes des Volkes“, die zu providentiellen Zielen führt, unabhängig von den Wünschen und dem Willen der direkten Teilnehmer an den Ereignissen. Die Nation bleibt sich selbst – als ein lebendiger Organismus – in den verschiedenen Stadien ihrer Existenz gleich, und selbst ihre Krankheit stellt manchmal ein Syndrom der Erneuerung, einen Weg zur Stärkung dar. Die Existenz der Nation ist tiefer und absoluter als ihre sozio-politische Geschichte.

Einführung in die Noomachie (Zehnte Einheit) – Die Noomachie im 21. Jahrhundert

Wenn wir also nun darüber nachdenken, worin die noologische Analyse der Postmoderne besteht, müssen wir anerkennen, dass sie im Vergleich zur Moderne nichts Neues ist, sondern ihre finale Phase. Als wir über den logos der Kybele gesprochen haben, haben wir festgestellt, dass die Postmoderne die absolute Dominanz des kybelischen logos darstellt. Der logos der Kybele breitete sich während der Moderne aus und hat nun seine größte Ausdehnung erreicht. Es gibt also verschiedene Augenblicke in der Noomachie. Es gibt den Kampf und den Zeitpunkt, wenn der Kampf vorbei ist. Im Sinne der christlichen Eschatologie haben wir es also mit dem Königreich der scharlachroten Frau zu tun und der totalen Herrschaft der Großen Mutter in ihrer Vollendung. Aus diesem Grund gibt es heutzutage den Feminismus.

 

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